Nuklearmedizin

In der Nuklearmedizin werden Körperfunktionen sichtbar gemacht

In der Nuklearmedizin können durch den Einsatz von Radionukliden verschiedene Organe dargestellt und Funktionsuntersuchungen durchgeführt werden. Gewisse Radionuklide können auch zu Therapiezwecken eingesetzt werden.

In der Nuklearmedizin der Diagnostik München wird größtenteils das künstlich erzeugte Radionuklid Technetium-99m (Tc-99m) verwendet, das mit einer Halbwertszeit von rund 6 Stunden sehr kurzlebig ist und intravenös gespritzt wird.

Die von dem Radionuklid ausgesandte radioaktive Strahlung wird mittels einer speziellen Kamera (Gammakamera) aufgenommen, die diese Strahlung in elektrische Impulse umwandelt und daraus ein Bild erzeugt (Szintigramm) bzw. über ein Computersystem Funktionsdaten gewinnt (Funktionsszintigrafie).

Zum Erreichen einer besonders hohen Auflösung lassen sich auch Schnittbilder erstellen. Hierbei liegt der Patient auf der Untersuchungsliege und die Gammakamera rotiert um den zu untersuchenden Körperabschnitt (SPECT).

Prof. Dr. Thomas Henzler, Dr. Axel Wagenmann

Folgende Untersuchungen der Nuklearmedizin werden angeboten:

Eine Szintigraphie zur Entzündungsdiagnostik (Leucoscan) erfordert keine weiteren Vorkehrungen. Nach Verabreichung des Radionuklids werden zwei Aufnahmen gemacht: eine nach 4 Stunden und eine weitere nach 24 Stunden.

Bei einer Nebennieren-Szintigraphie zur Tumordiagnostik ist Folgendes zu beachten:

  • Um die Jod-Aufnahme der Schilddrüse zu hemmen, wird diese durch Einnahme von Irenat blockiert.
  • Bestimmte Medikamente müssen ein bis drei Wochen vor der Untersuchung abgesetzt werden. Halten Sie unbedingt Rücksprache mit Ihrem Arzt
  • Nach Verabreichung des Radionuklids werden drei Aufnahmen gemacht: Nach 4, nach 24 und nach 48 Stunden.

Eine Szintigraphie zur weiteren Abklärung der Schilddrüse, kalter Knoten und der Nebenschilddrüse dauert 2 bis 3 Stunden. Es sind keine speziellen Vorkehrungen zu treffen.

Eine Hirn-Szintigraphie (DAT-Scan) dauert etwa 4 Stunden. Sie dient der Abklärung der Verdachtsdiagnose auf Vorliegen eines Morbus Parkinson bzw. der Abgrenzung eines essenziellen Tremors. Vor der Hirn-Szintigraphie wird das Radionuklid 123 Jod-FP-CIT verabreicht.

Im Vorfeld der Hirn-Szintigraphie ist Folgendes zu beachten:

  • Bringen Sie bereits vorhandene MRT- und CT-Bilder Ihres Hirns mit.
  • Eine Hirn-Szintigraphie wird in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
  • Um die Jod-Aufnahme der Schilddrüse zu hemmen, wird diese durch Einnahme von Irenat am Tag vor der Untersuchung blockiert. Irenat wird Ihnen von uns vor der Untersuchung verabreicht.
  • Folgende Medikamente sind vor der Hirn-Szintigraphie abzusetzen: Modafinil, selektive Serotonin- Wiederaufnahmehemmer, Methyphenidat, Bupropion Cathin, Dextroamphetamin, Mazidol, Phentermin, Norpseudoephedrin, Metamfepramon, Amphetamin, Methamphetamin, Cocain, Benzatropin, Sertralin, Hyoscin/Scopolamin, Phenylephrin, Ketamin, Pethidin, Fentanyl, Isofluran.

Im Falle eines krankhaften Befundes kann eine weitere Hirn-Szintigraphie durchgeführt werden, um Morbus Parkinson gegen eine Multisystematrophie abzugrenzen. Dabei kommt das Radionuklid Jod 123-IBZM zum Einsatz. Im Vorfeld dieser Untersuchung sind diese Dinge bitte zu beachten:

  • Bringen Sie bereits vorhandene MRT-und CT-Bilder Ihres Hirns mit.
  • Diese erneute Untersuchung wird in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Sie kann aber als Selbstzahlerleistung in Anspruch genommen werden.
  • Um die Jod-Aufnahme der Schilddrüse zu hemmen, wird diese durch Einnahme von Irenat am Tag vor der Untersuchung blockiert.
  • Folgende Medikamente sind vor der Hirn-Szintigraphie abzusetzen: Dopamin-Agonisten, Neuroleptika sowie Metoclopramid, Cinnarizin, Amphetamin, Flunarizin und Methylphenidat.

Eine Herz-Szintigraphie mit SPECT (auch Myokard-Szintigraphie) dauert vier bis fünf Stunden. Es ist wichtig, dass Sie entsprechend Zeit einplanen. Darüber hinaus gilt es weitere Dinge im Vorfeld der Untersuchung zu beachten:

  • Zur Optimierung der Bildqualität essen Sie mindestens 3 Stunden vor der Herz-Szintigraphie nichts mehr. Trinken ist erlaubt, jedoch keine koffeinhaltigen Getränke.
  • Betablocker sind spätestens 24 Stunden vor der Untersuchung abzusetzen.
    Nitrate und Calcium-Antagonisten sind am Vorabend abzusetzen.
  • In den 48 Stunden vor der Untersuchung dürfen Sie keine theophyllinhaltigen Medikamente einnehmen (z. B. Bronchoretard, Euphylong).
  • Falls vorhanden, bringen Sie bitte Belastungs-EKG-Ergebnisse und den Herzkatheterbefund mit.

In der Diagnostik München bieten wir die Knochen-Szintigraphie für Teilbereiche oder den ganzen Körper an. Die Knochen-Szintigraphie wird je nach Fragestellung als Mehrphasen-Szintigraphie und SPECT durchgeführt.

Bitte beachten Sie folgende Dinge im Rahmen einer Knochen-Szintigraphie:

  • Sie können normal essen und trinken.
  • Bei Abklärung einer Prothesenlockerung bringen Sie bitte ein aktuelles Röntgenbild und ggf. einen OP-Bericht mit.
  • Die Untersuchung dauert 3 bis 6 Stunden.
  • Zur Optimierung des Kontrastes werden Sie vor der letzten Aufnahme gebeten, 1 Liter Wasser zu trinken.

Vor der Durchführung der Schilddrüsen-Szintigraphie wird Ihnen das Radiopharmakon (Technetium-99m) intravenös verabreicht. Nach einer Wartezeit von etwa 20 Minuten wird die Aufnahme durchgeführt.

Folgende Dinge sollten vor Durchführung der Schilddrüsen-Szintigraphie beachtet werden:

  • Vermeiden Sie 6 bis 8 Wochen vor der Schilddrüsen-Szintigraphie eine übermäßige Jodzufuhr, da dies das Ergebnis verfälschen kann (z. B. durch jodhaltiges Röntgenkontrastmittel bei einer CT oder auch durch jodhaltiges Desinfektionsmittel nach einer Operation).
  • Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt, falls Sie die Schilddrüse blockierende Medikamente (Carbimazol oder Thiamazol) einnehmen.
  • Bringen Sie Ihre aktuellen Schilddrüsen-Laborwerte mit zur Untersuchung.
  • Sie können vor der Schilddrüsen-Szintigraphie normal essen und trinken.

Vor jeder PET/CT Untersuchung wird ein Arzt mit Ihnen ausführlich sprechen und Ihnen die Fragen, die Sie haben, beantworten. Nach dem Arztgespräch wird der Blutzucker bestimmt. Da zum Untersuchungszeitpunkt im Körper des Patienten ein gewisser Zuckermangel herrschen muss, sollte ein Blutzucker-Grenzwert von 150mg/dl nicht überschritten werden.
Die radioaktiv markierte Zuckerlösung wird Ihnen nachfolgend über einen venösen Zugang injiziert. Anschließend muss für ca. 60 Minuten in einem „Ruheraum“ gewartet werden, bis sich die Substanz im Körper verteilt hat. Während dieser Zeit sind körperliche Aktivitäten unbedingt zu vermeiden, da sich dadurch das radioaktive Zucker auch in den Muskeln anreichert, wodurch die Diagnose erschwert wird. Nach dieser Zeit erfolgen die Aufnahmen auf dem PET/CT Scanner. Die Untersuchung des gesamten Körpers dauert ca. 30-60 Minuten.

Ausführliche Informationen finden Sie hier.

Unsere Experten auf dem Gebiet


Dr. Axel Wagenmann

Facharzt für Diagnostische Radiologie und Nuklearmedizin

Dr. Dr. Tibor Vag

Facharzt für Radiologie und Nuklearmedizin

Dr. Dr. Tibor Vag

Lidia Helena Jablonski

Fachärztin für Diagnostische Radiologie und Nuklearmedizin

Dr. Dipl.-Psych. Christine Hirsch

Fachärztin für Radiologie und Nuklearmedizin