Prostata-MRT

Unsere Kompetenzen

RaDiagnostiX - Prostata
Ablauf der multiparametrischen MRT- Untersuchung der Prostata (mpMRT)

Prostatakarzinom: Früherkennung und Diagnose

Um Prostatakarzinome frühzeitiger und mit einer höheren Genauigkeit zu diagnostizieren, bietet unser Team die derzeit modernste multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRT-Untersuchung) der Prostata an. Mit Hilfe der von uns verwendeten Technik an unserem 3 Tesla MRT System liegt die Detektionsrate bei Patienten mit einem Prostatakarzinom bei über 90 %. Im Vergleich hierzu liegt die Detektionsrate einer herkömmlichen Biopsie ohne vorherige mpMRT nach neuesten Studienergebnissen lediglich bei 48 %. Auf der anderen Seite können wir durch unsere Untersuchung ein klinisch relevantes Prostatakarzinom bei einem negativen Untersuchungsergebnis sehr sicher ausschließen. Hierdurch können wir Ihnen im Falle einer suspekten PSA-Wert Erhöhung, welche nicht durch ein Prostatakarzinom verursacht ist, auch die notwendige Sicherheit geben, nicht an einem Prostatakarzinom erkrankt zu sein.

Prostata-MRT Prof. Dr. Thomas Henzler

Höchste Qualität durch Spezialisierung

Um Ihnen die bestmögliche Diagnostik anbieten zu können, haben wir an der Urologie Planegg ein Spezialzentrum für die mpMRT der Prostata gegründet. An diesem Standort der Diagnostik München widmen wir uns im Untergeschoss der Urologie Planegg speziell der mpMRT der Prostata, um Ihnen stets auf dem neuesten Stand der Technik und mit der höchsten wissenschaftlichen Expertise eine sichere Diagnostik zu Ihrer Prostata anbieten zu können.

Das Spezialzentrum mpMRT der Prostata wird von Herrn Professor Dr. Henzler geleitet. Herr Professor Dr. Henzler hat sich seit vielen Jahren während seiner Zeit an der Universitätsmedizin Mannheim mit der mpMRT der Prostata beschäftigt und verstärkt nun seit 2017 mit dieser Erfahrung die Kompetenz im Team der Diagnostik München. Für Sie als Patienten hat unser Spezialzentrum für die mpMRT der Prostata folgende entscheidende Vorteile:

  • Umfassende Erfahrung durch hohe Untersuchungszahlen
  • Höchste ärztliche Expertise durch eine maximale Fokussierung auf die mpMRT der Prostata
  • Neueste Gerätetechnik mit speziell für die Prostata optimierten MRT-Techniken
  • Untersuchung ohne Endorektalspule
  • Strukturierte Befundung durch standardisierte PI-RADSv2 Befundung gemäß den aktuellsten Leitlinien
  • Interdisziplinäres Umfeld durch den Standort an der Urologie Planegg

Professor Henzler verfügt über die höchste Qualifizierungsstufe für die technische Durchführung und Auswertung der mpMRT der Prostata (Spezialzertifizierung Q1 + Q2), welche durch die Deutsche Röntgengesellschaft verliehen wird. Darüber hinaus ist Professor Henzler Mitglied des Lenkungsgremiums des Qualitätsnetzwerkes „RaDiagnostiX Prostata“, welches sich um bundesweite Qualitätsstandards der mpMRT der Prostata kümmert.

Ablauf der mpMRT-Untersuchung der Prostata

Vor der Untersuchung sollte die Harnblase geleert werden. Die Verwendung einer Endorektalspule ist aufgrund unserer optimierten Untersuchungstechnik nicht notwendig.   

Während der mpMRT-Untersuchung liegt der Patient in Rückenlage auf einer Liege. Die Öffnung unseres MRT-Gerätes ist mit unserer extraweiten Tunnelöffnung auch für Patienten mit Platzangst äußerst gut verträglich. Während der Untersuchung wird Ihnen ein gadoliniumhaltiges MRT-Kontrastmittel über eine Vene am Arm injiziert. Durch das Kontrastmittel können wir die Durchblutung des Prostatagewebes (die sogenannte Perfusion) untersuchen. Da Prostatakarzinome eine stärkere und über die Zeit charakteristische Durchblutung aufweisen, können wir die Tumore durch die Verwendung des Kontrastmittels besser von anderen gutartigen Gewebeveränderungen unterscheiden.

  • Hochauflösende T2-Bildgebung in 3 Ebenen: Darstellung der Anatomie der Prostata und ihrer Umgebungsstrukturen und entscheidende Sequenz für die selteneren Prostatakarzinome in der sogenannten Transitionalzone der Prostata.
  • Diffusionsgewichtete Bildgebung: Quantitative Darstellung der Bewegung der Wassermoleküle im Gewebe. Da die freie Bewegung von Wassermolekülen in Prostatakarzinomen gestört ist, zeigt diese Bildsequenz eine sogenannte Diffusionsstörung. Für die häufigen Tumoren in der peripheren Zone der Prostata ist diese Sequenz der PI-RADSv2 Kriterien die wichtigste Sequenz. Wir verwenden daher an unserem Spezialzentrum sogenannte ultrahohe b-Werte (Maß für die Stärke der Diffusionsbildgebung). Um bei dieser besonders wichtigen Untersuchungssequenz gleichzeitig eine optimale räumliche Auflösung zu erreichen, verwenden wir eine neuartige Zoom-Technologie.
  • Perfusionsbildgebung: Darstellung der Durchblutung des Gewebes über die Zeit.
  • T1 Vibe Bildgebung: Darstellung der umgebenden Lymphknoten um die Prostata und Detektion von möglicherweise vorhandenen Einblutungen in das Gewebe.

Die gesamte mpMRT-Untersuchung dauert etwa 30 Minuten.

  • Sichere Detektion und Lokalisierung von Prostatakarzinomen
  • Planung der Gewebeentnahme (z.B. Bildgebung vor einer Fusionsbiopsie
  • Vermeidung von unnötigen Biopsien und den damit verbundenen Risiken
  • Auswahl der am besten geeigneten Therapieverfahren (OP, Bestrahlung, Active Surveillance)
  • Ausschluss von Prostatakarzinomen durch sichere Abgrenzung gutartiger Vergrößerungen der Prostata (BPH) und entzündlichen Veränderungen der Prostata
  • Active-Surveillance (aktive Überwachung) von Patienten mit einem niedrig-gradigen Prostatakarzinom (z.B. Gleason 3+3, 3+4)
  • Verringerung des Upgradings nach Operation durch gezielte Planung der Gewebeentnahme
  • Zweitmeinung vor Operation
  • Therapiekontrolle und Nachsorge
  • Rezidiv-Diagnostik (Wiederauftreten)

Wenn Sie vor einer Untersuchung Fragen zur mpMRT der Prostata haben, vereinbaren Sie gerne einen persönlichen Beratungstermin bei Herrn Professor Henzler oder einem Mitarbeiter seines Teams.