Standorteröffnung in Perlach

Anfang Juli berichteten wir bereits über den Umbau und Modernisierung des neuen Standortes in der Putzbrunnerstraße 7, jetzt war es soweit. Seit dem 16.07.2018 bieten wir Ihnen im Ärztehaus Perlach mit unserem Team und rund um den Standortleiter Dr. Dr. Alber Strauß die radiologische Versorgung an!

Der Standort wurde mit jeweils einem neuen Computer- sowie einem Magnetresonanztomographen der neusten Generation ausgestattet. Darüberhinaus komplettiert das Röntgen unser Spektrum im Ärztehaus Perlach.

Folgend finden Sie einige Eindrücke, wir freuen uns auf Sie!

Neueste Studienergebnisse zeigen Vorteile des mpMRTs

In einer im März 2018 im renommierten New England Journal of Medicine veröffentlichten prospektiven multizentrischen Studie konnten internationale Wissenschaftler eindeutig den Vorteil der multiparametrischen MRT der Prostata (mpMRT) bei Patienten mit Verdacht auf ein Prostatakarzinom nachweisen.

In der Studie wurden insgesamt 500 Patienten mit einer pathologischen Erhöhung des PSA Wertes nach dem Zufallsprinzip in 2 Gruppen aufgeteilt. Bei der ersten Gruppe wurde die Prostata ohne eine vorherige mpMRT 10-12-mal biopsiert (Gewebeprobeentnahme). In der zweiten Gruppe erhielten alle Patienten zunächst eine mpMRT Untersuchung der Prostata. Patienten ohne einen krankhaften Befund in der mpMRT Untersuchung mussten nicht biopsiert werden. Bei den Patienten mit einem krankhaften Befund in der mpMRT wurde die Prostata auf Basis des Bildbefundes ganz gezielt biopsiert.

In der mpMRT Gruppe musste bei 71 von 252 Patienten aufgrund des negativen mpMRT Ergebnisses überhaupt keine Biopsie durchgeführt werden, da ein Tumor damit ausgeschlossen wurde. Im Vergleich zu der ersten Gruppe ohne mpMRT konnten durch die gezielte Biopsie auf Basis der Bildgebung signifikante Tumore besser diagnostiziert werden.
In der mpMRT Gruppe zeigte sich ein direkter Zusammenhang der Tumortrefferquote in der Biopsie mit dem PIRADS Score aus der mpMRT Untersuchung. Im Detail konnte bei 83% der Patienten mit einem PIRADS Score von 5 ein Tumor nachgewiesen werden. Bei Patienten mit einem PIRADS Score von 4 konnte in 60% der Fälle ein Tumor nachgewiesen werden. Diese Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit einer strukturierten PIRADS v2 Befunderstellung in einem auf die Prostata mpMRT Untersuchung spezialisierten Zentrum.

Darüber hinaus wurden in der mpMRT Gruppe auch weniger sogenannte nicht signifikante Tumoren diagnostiziert. Hiervon ist eine positive Beeinflussung der Lebensqualität der Patienten aufgrund einer fehlenden Verunsicherung zu erwarten.

Die Studie kann im Detail frei zugänglich unter der folgenden Internetadresse abgerufen werden: zur Studie.

Zusammenfassend besteht aus unserer Einschätzung durch die beschriebene Studie nun eine eindeutige Evidenz dafür, dass bei einer krankhaften PSA Erhöhung vor einer ungezielten Biopsie zunächst eine mpMRT Untersuchung der Prostata durchgeführt werden sollte.

Keine Angst vor dem Besuch beim Urologen

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Es bestehen aber gute Heilungschancen, wenn der Prostatakrebs in einem frühen Stadium entdeckt wird. Trotzdem scheuen viele Männer noch die Vorsorge beim Urologen. Neue Untersuchungsmethoden der modernen Radiologie nehmen vielen Männern die Angst vor einer schmerzhaften Untersuchung.

Das übliche Vorgehen bei der Diagnose des Prostatakarzinoms ist zunächst, den sogenannten PSA-Wert im Blut zu bestimmen. Dieser Wert kann bei einem Karzinom sowie bei einer altersüblichen, gutartigen Prostatavergrößerung oder einer Entzündung erhöht sein.

Bei einem erhöhten PSA-Wert sollte die Prostata zunächst klinisch durch einen Urologen abgetastet werden (sogenannte digital rektale Untersuchung). Gegebenenfalls wird auch eine Gewebeprobe aus der Prostata entnommen. Bei einer Gewebeentnahme (Biopsie) werden üblicherweise 12-18 Gewebeproben entnommen.

Diese Gewebeentnahmen waren bisher sehr schmerzhaft für den Patienten und oft ungenau. Oft musste der Urologe mehrere Male aus verschiedenen Anteilen der Prostata Proben entnehmen. Liegt das Prostatakarzinom nicht in einem der mit der Biopsie erreichten Areale, kann der Tumor oft nicht entdeckt werden. Um die Genauigkeit – also die Trefferquote – einer Gewebeprobe zu erhöhen, wird daher immer häufiger eine Magnetresonanztomographie (MRT-Untersuchung), auch Kernspintomographie genannt, der Prostata durchgeführt. Das heißt weniger Schmerzen, eine genaue Diagnose und damit weniger Stress für den Patienten.

 

 Wie funktioniert die MRT-Untersuchung?

Die Untersuchung kann in bequemer Rückenlage durchgeführt werden. Auf das Becken des Patienten wird eine leichte Messspule gelegt, mit der die Signale der Prostata empfangen werden. Für Platzangst-Patienten: Der Kopf bleibt während der ganzen Untersuchung außerhalb der Röhre des MRT. In unserem Spezialzentrum ist aufgrund unseres modernsten 3Tesla MRT Gerätes keine endorektale Empfangsspule notwendig. Im Rahmen der Untersuchung werden nun verschiedene Bilder aufgenommen. Alle stellen unterschiedliche Gewebe-Eigenschaften der Prostata hochaufgelöst dar – das nennt man ein multiparametrisches MRT der Prostata. Diese Untersuchung der modernen Radiologie setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

1. Morphologische T2 Bildgebung: Hierbei wird die Anatomie der Prostata in drei verschiedenen Raumrichtungen dargestellt. Tumore zeichnen sich dabei durch einen dunklen Fleck in der Prostata aus. Die meisten Tumore befinden sich dabei in der sogenannten peripheren Zone der Prostata (rot umrandetes Areal im rechten Bild; der Tumor ist im rechten Bild blau markiert; innerhalb der grün markierten zentralen Zone der Prostata befinden sich ca. 20% aller Tumore).

Prostatakarzinom

2. Diffusionsbildgebung der Prostata: Hierbei wird die Zelldichte innerhalb der Prostata gemessen. Tumore haben aufgrund ihres Wachstums eine höhere Zelldichte als gesundes Gewebe. In der unten stehenden Abbildung ist die erhöhte Zelldichte durch das helle Signal im Bild eindeutig erkennbar.

Prostatakarzinom

3. Perfusionsbildgebung: Mit dieser Untersuchung wird der Blutfluss (Perfusion) innerhalb der Prostata dargestellt und gemessen. Tumore sind wesentlich stärker durchblutet als normales Prostatagewebe. Bei der Messung des Blutflusses werden die Bilder während der Gabe von Kontrastmittel kontinuierlich aufgenommen. In der Abbildung sieht man den Tumor als einen hellen Punkt im Vergleich zum umgebenden Prostatagewebe. Dies kommt durch den höheren Blutfluss innerhalb des Tumors zustande.

Prostatakarzinom

Mit Hilfe des multiparametrischen MRT der Prostata kann ein Prostatakarzinom in unserem Spezialzentrum mit einer Genauigkeit von ca. 90% entdeckt werden. Wird in der Untersuchung kein Tumor entdeckt, ist ein relevantes Prostatakarzinom mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen.

Die Dauer einer solchen multiparametrischen Prostata MRT-Untersuchung beträgt in unserem Spezialzentrum für die Prostata MRT ca. 30 Minuten.

Wird ein Prostatakarzinom entdeckt, wird der Befund auf einem qualitätsgesicherten und standardisierten Befund dem behandelnden Urologen mitgeteilt. Hierdurch wird sichergestellt, dass die urologischen Kollegen den Tumor bei einer Biopsie sicher treffen können und Patienten im besten Fall lediglich einmal eine Biopsie der Prostata benötigen.

Fazit:
Sprechen Sie Ihren behandelnden Urologen vor einer Biopsie über die Möglichkeit einer multiparametrischen MRT der Prostata an. Wenn Sie vor einer Untersuchung Fragen zu der Untersuchung der Prostata haben, vereinbaren Sie gerne einen persönlichen Beratungstermin bei mir (Terminvereinbarung: 089 54240 – 400).

Haben Sie daher keine Angst vor Ihrem Besuch beim Urologen!

Herzliche Grüße

Ihr

Professor Dr. Thomas Henzler
Prof. Dr. Thomas Henzler ist Facharzt für Radiologie und Geschäftsführer der Diagnostik München. Als Experte für urologische und kardiale Diagnostik ist er der ärztliche Leiter am Standort Planegg.

10 Expertentipps für ein langes und gesundes Leben

Wir alle wollen ein langes Leben führen. Der medizinische Fortschritt hat dafür gesorgt, dass die Lebenserwartung stetig steigt – in den vergangenen fünfzig Jahren gar um mehr als zehn Jahre in Deutschland! Doch möglichst lange auf der Erde bei unseren Lieben zu sein, ist nicht genug. Damit wir die Zeit wirklich genießen können, wollen wir auch gesund sein. Auch ein Besuch der Radiologie kann dazu beitragen. Moderne bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) und die Comptertomographie (CT) können kritische Veränderungen früh erfassen.

Prof. Dr. Lars Grenacher, Dr. Axel Wagenmann

Prof. Dr. Lars Grenacher, Facharzt für Radiologie und ärztlicher Direktor der Diagnostik München, hat zehn Tipps für ein langes und gesundes Leben:

1. Ernährung

Über die Nahrungsaufnahmen führen wir unserem Körper nicht nur Energie zu. Manche Nahrungsmittel haben einen nachweislich negativen Effekt auf unsere Gesundheit. Dazu zählen tierische Fette. Eine sehr fetthaltige Ernährung wurde beispielsweise als ein Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs identifiziert. Werden Pankreas-Tumore nicht schon im Frühstadium erkannt, stehen die Heilungschancen oft schlecht. Mittels einer Magnetresonanztomographie (MRT) des Pankreas können bereits kleinste Veränderungen erkannt werden.

Auch Nitrate stehen im Verdacht, Krebs zu begünstigen. Auch hier gilt es, den Konsum weitestgehend einzuschränken. Eine sehr salzhaltige und fettige Ernährung kann auch zu Bluthochdruck führen. Es gilt also: Genießen sie rotes Fleisch, Milchprodukte und nitrathaltige Produkte nur in Maßen und setzen Sie auf eine ausgewogene Diät mit Gemüse und Fisch.

2. Vorsorgeuntersuchungen

Die Brustkrebsvorsorge mittels einer Mammographie ist für alle Frauen ab 50 Jahren zu empfehlen. Gibt es eine familiäre Vorbelastung, sollte sie auch schon früher regelmäßig durchgeführt werden.
Für Männer ab einem Alter von 45 Jahren besteht ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) der Prostata ist ein schmerz- und strahlungsfreies Verfahren, das bereits kleinste Veränderungen zuverlässig erkennt. Auch hier gilt: Sind Fälle von Prostatakrebs in der Familie bekannt, sollten auch jüngere Männer Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen.
Als weitere Präventionsuntersuchung empfiehlt Prof. Dr. Lars Grenacher die CT-Koloskopie, die Männer und Frauen ab 50 Jahren zur Darmkrebsvorsorge durchführen sollten.
Die Möglichkeit eines regelmäßigen Hautkrebsscreenings sollte ebenfalls wahrgenommen werden.

3. Körperpflege

Immer bessere hygienische Standards und der medizinische Fortschritt haben dazu beigetragen, dass wir heute ein langes, gesundes Leben führen können. Dennoch: Man sollte es mit der Hygiene nicht übertreiben. Wer den Körper zu stark mit aggressiven Mitteln reinigt, schadet der Haut mehr als dass er ihr hilft. Denn wenn wir in einer sterilen Umgebung leben, fehlt unserem Immunsystem das Training. Übrigens: Nicht alle Bakterien sind schlecht – viele davon verrichten einen wichtigen Dienst in unserem Körper.

Besondere Sorgfalt ist hingegen bei der Zahnpflege geboten. Verschiedene Krankheiten können ihre Ursache bei den Zähnen haben. So kann Bluthochdruck beispielsweise auf Zahnfleischentzündungen zurückgeführt werden. Daher: Zwei Mal täglich putzen und die Zwischenräume mit Zahnseide reinigen.

4. Positive Lebenseinstellung

Es klingt vielleicht esoterisch: In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist. An dieser alten Weisheit ist aber durchaus etwas dran und sie gilt auch umgekehrt: Wer sich viele Sorgen macht, gestresst ist und negativ denkt, schadet damit langfristig seiner Gesundheit. Allein eine positive Einstellung kann Stress erheblich reduzieren. Stress kann wiederum zu Burnout führen. Hier gilt es, auf Signale wie Persönlichkeitsänderungen zu achten und mit sportlicher Betätigung für Ausgleich zu sorgen.

5. Körpersignale ernst nehmen

Nicht jeder Husten ist Grund zur Sorge. Dennoch gilt es, immer auf sich zu achten und Körpersignale ernst zu nehmen, wenn sie über einen längeren Zeitraum bestehen. Wenn Wunden nicht abheilen, Lymphknoten geschwollen sind, obwohl keine Erkältungssymptome vorliegen oder ein Husten auch nach drei Wochen nicht abklingt, sollten Sie zur Abklärung einen Arzt aufsuchen. Weitere Signale, auf die Sie achten sollten: Starker Gewichtsverlust, verminderte Leistungsfähigkeit, Appetitlosigkeit, ein länger anhaltendes Druck- oder Völlegefühl im Bauch sowie Veränderungen an Muttermalen. Viele diese Körpersignale können mit einem Besuch der Radiologie abgeklärt werden, beispielsweise durch eine Magnetresonanztomographie der entsprechenden Körperregionen.

6. Atmung

Sauerstoff ist die Energie des Lebens. Doch viele Menschen atmen im stressigen Arbeitsalltag nicht richtig. Beim Atmen wird Sauerstoff in jede Zelle Ihres Körpers befördert und Kohlendioxid abgegeben. Wer richtig atmet, hat mehr Energie und fühlt sich weniger gestresst. Doch wie atmen Sie richtig? Machen Sie den Test: Legen Sie sich auf den Rücken und platzieren Sie ein Buch auf Ihrem Bauch. Hebt sich das Buch beim einatmen? Wenn nicht, atmen Sie falsch. Merke: Richtig atmen heißt in den Bauch atmen.

7. Erektionsstörungen ernst nehmen

4,5 Millionen Männer zwischen 30 und 80 Jahren klagen über Erektionsstörungen in Deutschland. Verstopfte Penisgefäße können ein Hinweis auf verstopfte Herzgefäße sein. Diese können wiederum zu Schlag- und Herzanfällen führen. Auch hier kann ein Besuch der Radiologie Klarheit verschaffen, zum Beispiel durch eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Schädels oder der Nierenaterien.

8. Haut schützen

Die Hautkrebsrate steigt stetig. Veränderungen an Muttermalen sollten daher von einem Arzt abgeklärt werden. Vorbeugung ist natürlich die beste Medizin: Nutzen Sie Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und setzen Sie sich nicht über längere Zeit direkter Sonneneinstrahlung aus. Den besten Schutz vor UV-Strahlung bietet immer noch Kleidung. Hüte und Sonnenbrillen schützen das Gesicht. Vorsicht ist nicht nur im Sommer geboten. Auch in Winter ist auf Schutz zu achten – besonders in Höhenlagen!

9. Bluthochdruck vermeiden

Fast jeder zweite Deutsche leidet an Bluthochdruck. Vielen ist das nicht bewusst. Daher gilt es, den Bluthochdruck in regelmäßigen Abständen zu prüfen – viele Hausärzte machen das routinemäßig. Unbehandelt kann Bluthochdruck zu einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall führen. Zur Abklärung können eine Magnetresonanztomographie des Schädels oder eine Angio- Magnetresonanztomographie durchgeführt werden.

10. Aktiv sein

Körper und Geist brauchen Stimulation, um auch im Alter noch fit zu sein. Wer im Alter noch aktiv am Leben teilnehmen möchte, sollte für ausreichend Bewegung sorgen. Das gilt auch für unsere grauen Zellen. Wer den Austausch mit anderen sucht und neuen Erfahrungen gegenüber offen ist, gibt dem Gehirn neue Reize, die es aktiv halten. Auch ein regelmäßiges Training wie beispielsweise Gedächtnisübungen können die Leistungsfähigkeit im Alter erhalten und somit Erscheinungen wie Demenz entgegenwirken.

Neurodegenerative Erkrankungen können durch einen Besuch der Radiologie übrigens frühzeitig erkannt werden. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) zur Hirnvolumenmessung kann Multiple Sklerose (MS), Morbus Alzheimer oder frontotemporale Demenz schon im Frühstadium erfasst werden. Durch eine frühe Diagnose lässt sich mit geeigneten therapeutischen Maßnahmen der Krankheitsverlauf hinauszögern und die Lebensqualität erhalten.

DKM als Filmkulisse

Ein Filmteam des Bayerischen Fernsehens war am vergangenen Samstag zu Gast in der Diagnostik München. Gedreht wurden Szenen für eine Folge der bayerischen Kultserie „Dahoam is Dahoam“. Ausstrahlungstermin für die in der DKM gedrehten DiD-Szenen ist der 6. Juni 2017.