Vorsorge-Experte Prof. Dr. Christoph Bamberger klärt auf

Wie wichtig sind Präventionsuntersuchungen? Welche sollte man unbedingt durchführen lassen? Und kann man auch zu viel Vorsorge betreiben?Antworten auf diese und weitere wichtige Fragen zum Thema Präventionsuntersuchungen hat Vorsorge-Experte Prof. Dr. med. Christoph M. Bamberger im AZ Interview.

Gebärmutter, Prostata, Haut und Darm gehören zu den Körperteilen, die ab einem gewissen Alter regelmäßig im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung gecheckt werden sollten. Dabei sollte man allerdings auf ein gesundes Maß achten und sich nicht verrückt machen – zu viel Vorsorge ist auch nicht gut.
Weiterhin ist es wichtig, dass man seinen Cholesterin- und Blutzuckerspiegel sowie seinen Blutdruck kennt.

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Vorsorge Experte Prof. Dr. Bamberger

10 Expertentipps für ein langes und gesundes Leben

Wir alle wollen ein langes Leben führen. Der medizinische Fortschritt hat dafür gesorgt, dass die Lebenserwartung stetig steigt – in den vergangenen fünfzig Jahren gar um mehr als zehn Jahre in Deutschland! Doch möglichst lange auf der Erde bei unseren Lieben zu sein, ist nicht genug. Damit wir die Zeit wirklich genießen können, wollen wir auch gesund sein. Auch ein Besuch der Radiologie kann dazu beitragen. Moderne bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) und die Comptertomographie (CT) können kritische Veränderungen früh erfassen.

Prof. Dr. Lars Grenacher, Dr. Axel Wagenmann

Prof. Dr. Lars Grenacher, Facharzt für Radiologie und ärztlicher Direktor der Diagnostik München, hat zehn Tipps für ein langes und gesundes Leben:

1. Ernährung

Über die Nahrungsaufnahmen führen wir unserem Körper nicht nur Energie zu. Manche Nahrungsmittel haben einen nachweislich negativen Effekt auf unsere Gesundheit. Dazu zählen tierische Fette. Eine sehr fetthaltige Ernährung wurde beispielsweise als ein Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs identifiziert. Werden Pankreas-Tumore nicht schon im Frühstadium erkannt, stehen die Heilungschancen oft schlecht. Mittels einer Magnetresonanztomographie (MRT) des Pankreas können bereits kleinste Veränderungen erkannt werden.

Auch Nitrate stehen im Verdacht, Krebs zu begünstigen. Auch hier gilt es, den Konsum weitestgehend einzuschränken. Eine sehr salzhaltige und fettige Ernährung kann auch zu Bluthochdruck führen. Es gilt also: Genießen sie rotes Fleisch, Milchprodukte und nitrathaltige Produkte nur in Maßen und setzen Sie auf eine ausgewogene Diät mit Gemüse und Fisch.

2. Vorsorgeuntersuchungen

Die Brustkrebsvorsorge mittels einer Mammographie ist für alle Frauen ab 50 Jahren zu empfehlen. Gibt es eine familiäre Vorbelastung, sollte sie auch schon früher regelmäßig durchgeführt werden.
Für Männer ab einem Alter von 45 Jahren besteht ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) der Prostata ist ein schmerz- und strahlungsfreies Verfahren, das bereits kleinste Veränderungen zuverlässig erkennt. Auch hier gilt: Sind Fälle von Prostatakrebs in der Familie bekannt, sollten auch jüngere Männer Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen.
Als weitere Präventionsuntersuchung empfiehlt Prof. Dr. Lars Grenacher die CT-Koloskopie, die Männer und Frauen ab 50 Jahren zur Darmkrebsvorsorge durchführen sollten.
Die Möglichkeit eines regelmäßigen Hautkrebsscreenings sollte ebenfalls wahrgenommen werden.

3. Körperpflege

Immer bessere hygienische Standards und der medizinische Fortschritt haben dazu beigetragen, dass wir heute ein langes, gesundes Leben führen können. Dennoch: Man sollte es mit der Hygiene nicht übertreiben. Wer den Körper zu stark mit aggressiven Mitteln reinigt, schadet der Haut mehr als dass er ihr hilft. Denn wenn wir in einer sterilen Umgebung leben, fehlt unserem Immunsystem das Training. Übrigens: Nicht alle Bakterien sind schlecht – viele davon verrichten einen wichtigen Dienst in unserem Körper.

Besondere Sorgfalt ist hingegen bei der Zahnpflege geboten. Verschiedene Krankheiten können ihre Ursache bei den Zähnen haben. So kann Bluthochdruck beispielsweise auf Zahnfleischentzündungen zurückgeführt werden. Daher: Zwei Mal täglich putzen und die Zwischenräume mit Zahnseide reinigen.

4. Positive Lebenseinstellung

Es klingt vielleicht esoterisch: In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist. An dieser alten Weisheit ist aber durchaus etwas dran und sie gilt auch umgekehrt: Wer sich viele Sorgen macht, gestresst ist und negativ denkt, schadet damit langfristig seiner Gesundheit. Allein eine positive Einstellung kann Stress erheblich reduzieren. Stress kann wiederum zu Burnout führen. Hier gilt es, auf Signale wie Persönlichkeitsänderungen zu achten und mit sportlicher Betätigung für Ausgleich zu sorgen.

5. Körpersignale ernst nehmen

Nicht jeder Husten ist Grund zur Sorge. Dennoch gilt es, immer auf sich zu achten und Körpersignale ernst zu nehmen, wenn sie über einen längeren Zeitraum bestehen. Wenn Wunden nicht abheilen, Lymphknoten geschwollen sind, obwohl keine Erkältungssymptome vorliegen oder ein Husten auch nach drei Wochen nicht abklingt, sollten Sie zur Abklärung einen Arzt aufsuchen. Weitere Signale, auf die Sie achten sollten: Starker Gewichtsverlust, verminderte Leistungsfähigkeit, Appetitlosigkeit, ein länger anhaltendes Druck- oder Völlegefühl im Bauch sowie Veränderungen an Muttermalen. Viele diese Körpersignale können mit einem Besuch der Radiologie abgeklärt werden, beispielsweise durch eine Magnetresonanztomographie der entsprechenden Körperregionen.

6. Atmung

Sauerstoff ist die Energie des Lebens. Doch viele Menschen atmen im stressigen Arbeitsalltag nicht richtig. Beim Atmen wird Sauerstoff in jede Zelle Ihres Körpers befördert und Kohlendioxid abgegeben. Wer richtig atmet, hat mehr Energie und fühlt sich weniger gestresst. Doch wie atmen Sie richtig? Machen Sie den Test: Legen Sie sich auf den Rücken und platzieren Sie ein Buch auf Ihrem Bauch. Hebt sich das Buch beim einatmen? Wenn nicht, atmen Sie falsch. Merke: Richtig atmen heißt in den Bauch atmen.

7. Erektionsstörungen ernst nehmen

4,5 Millionen Männer zwischen 30 und 80 Jahren klagen über Erektionsstörungen in Deutschland. Verstopfte Penisgefäße können ein Hinweis auf verstopfte Herzgefäße sein. Diese können wiederum zu Schlag- und Herzanfällen führen. Auch hier kann ein Besuch der Radiologie Klarheit verschaffen, zum Beispiel durch eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Schädels oder der Nierenaterien.

8. Haut schützen

Die Hautkrebsrate steigt stetig. Veränderungen an Muttermalen sollten daher von einem Arzt abgeklärt werden. Vorbeugung ist natürlich die beste Medizin: Nutzen Sie Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und setzen Sie sich nicht über längere Zeit direkter Sonneneinstrahlung aus. Den besten Schutz vor UV-Strahlung bietet immer noch Kleidung. Hüte und Sonnenbrillen schützen das Gesicht. Vorsicht ist nicht nur im Sommer geboten. Auch in Winter ist auf Schutz zu achten – besonders in Höhenlagen!

9. Bluthochdruck vermeiden

Fast jeder zweite Deutsche leidet an Bluthochdruck. Vielen ist das nicht bewusst. Daher gilt es, den Bluthochdruck in regelmäßigen Abständen zu prüfen – viele Hausärzte machen das routinemäßig. Unbehandelt kann Bluthochdruck zu einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall führen. Zur Abklärung können eine Magnetresonanztomographie des Schädels oder eine Angio- Magnetresonanztomographie durchgeführt werden.

10. Aktiv sein

Körper und Geist brauchen Stimulation, um auch im Alter noch fit zu sein. Wer im Alter noch aktiv am Leben teilnehmen möchte, sollte für ausreichend Bewegung sorgen. Das gilt auch für unsere grauen Zellen. Wer den Austausch mit anderen sucht und neuen Erfahrungen gegenüber offen ist, gibt dem Gehirn neue Reize, die es aktiv halten. Auch ein regelmäßiges Training wie beispielsweise Gedächtnisübungen können die Leistungsfähigkeit im Alter erhalten und somit Erscheinungen wie Demenz entgegenwirken.

Neurodegenerative Erkrankungen können durch einen Besuch der Radiologie übrigens frühzeitig erkannt werden. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) zur Hirnvolumenmessung kann Multiple Sklerose (MS), Morbus Alzheimer oder frontotemporale Demenz schon im Frühstadium erfasst werden. Durch eine frühe Diagnose lässt sich mit geeigneten therapeutischen Maßnahmen der Krankheitsverlauf hinauszögern und die Lebensqualität erhalten.

Diagnostik München auf der ArabHealth


V. l. n. r.: George Kipiani, Dr. Sabine Prillmann (Schwabing Ortho), Salah Atamna (Europe Health) und Christine Staudigel

Die Diagnostik München (DKM) hat sich auch in diesem Jahr auf der Arab Health in Dubai präsentiert, einer der größten Gesundheitsmessen der Welt. Die kaufmännische Geschäftsführerin der DKM Christine Staudigel (auf dem Bild rechts) und George Kipiani vom International Department (links) trafen am Stand unter anderem Salah Atamna, den Gründer von EuropeHealth, einer der wichtigsten Agenturen für die Vermittlung von arabischen Medizintouristen nach Deutschland (Mitte). Mehr als 2000 Medizintouristen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten besuchen pro Jahr medizinische Einrichtungen in Bayern. Die Diagnostik München ist dabei insbesondere im Bereich Prävention eine begehrte Adresse.

Scheckübergabe in der Diagnostik München

Scheckübergabe in der Diagnostik München

Das Radiologienetz Deutschland hat in diesem Jahr 12.000 Euro an die HORIZONT Jutta-Speidel-Stiftung gespendet. Professor Dr. Lars Grenacher, Ärztlicher Direktor und Vorsitzender der Geschäftsführung der Diagnostik München, übergab die Spende heute an die Schauspielerin und Stiftungsgründerin Jutta Speidel. Das Geld ist eine gemeinsame Spende der 100 Praxen im Radiologienetz Deutschland. Von der Diagnostik München stammt die größte Einzelspende.

Vor knapp 20 Jahren hat Jutta Speidel eine gemeinnützige Initiative gegründet, die obdachlose Kinder und Mütter unterstützt. Die Initiative HORIZONT Jutta-Speidel-Stiftung plant nun den Bau eines zweiten Hauses im Domagkpark in München, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Dieses Projekt wollen die Praxen im Radiologienetz unterstützen.

Ganz-muenchen.de hat ein Video zu der Spendenübergabe gemacht..