Herz-CT deckt auf: Wie alt ist mein Herz wirklich?

Der Mensch ist so alt oder so jung wie seine Gefäße“ lautet ein viel zitiertes Zitat von Rudolf Virchow (1821-1902). Trotz dieser sehr langen Erkenntnis ist das Bewusstsein der Herz- und Gefäßgesundheit jedoch noch nicht ausreichend im allgemeinen Gesundheitsbewusstsein angekommen. Dies ist daran erkennbar, dass auch heute noch ein Großteil der akuten Herzinfarkte bei Menschen auftreten, welche zuvor als gesund galten. Bei diagnostizierter Atheroskleose gibt das Herz-CT Aufschluss über die Verfassung des Organs.

Wir leben immer noch in einer Welt, in der fast 1/3 der Patienten, die sterben, plötzlich sterben, bevor uns überhaupt bewusst war, dass diese Menschen krank waren oder dass ihr Leben in Gefahr war. Es scheint mir, dass das wichtigste Problem, mit dem wir konfrontiert sind darin besteht, diese Menschen zu erkennen, bevor sie sterben, und uns mitzuteilen, dass sie krank waren.“  

F. Mason Sones 1978 (Arzt und einer der Pioniere des Herzkatheters)

Verkalkungen der Koronararterien sind Ausdruck einer Atherosklerose, welche im fortgeschrittenen Stadium zu einem Herzinfarkt bzw. einem Herzversagen führt. Das Ausmaß der Verkalkungen korreliert hierbei direkt mit dem Risiko innerhalb der kommenden Jahre an einem Herzinfarkt zu erkranken. Ist das Risiko bekannt, heißt das für die Betroffenen jedoch kein unveränderbares Schicksal. Genau die Kenntnis des Risikos erlaubt es, die richtigen präventiven Maßnahmen einzuleiten, um eine spätere Erkrankung zu verhindern und nicht plötzlich mitten im Leben von einer Herzerkrankung überrascht zu werden.

Verkalkungen der Koronararterien können unkompliziert und ohne die Gabe von Kontrastmittel durch ein Herz-CT gemessen werden. Hierbei wird die Bildaufnahme mit dem EKG Signal des Herzen synchronisiert. Hierdurch kann das Herz vollkommen bewegungsfrei abgebildet werden.

Im Falle nicht vorhandener Verkalkungen der Koronararterien liegt der sogenannte negative Vorhersagewert bei annähernd 100%. Dies bedeutet, dass nahezu kein Risiko für einen Herzinfarkt innerhalb der kommenden 5 Jahre zu erwarten ist. Eine solche diagnostische Sicherheit ist – abgesehen von dem Herz-CT – nicht mit anderen klinischen Tests zu erreichen.

Werden bei der Untersuchung Verkalkungen – sogenannte Kalzifikationen – der Koronararterien festgestellt, werden diese mithilfe des „Agatston-Score“ als ein individueller Zahlenwert angegeben. Dieser Zahlenwert spiegelt quantitativ das Ausmaß der Kalzifikationen wieder.

Vergleicht man diesen individuell gemessenen Wert dann wiederum mit einem hinsichtlich des Alters und Geschlechts vergleichbaren Kollektiv, kann daraus direkt das Risiko für das Entstehen eines Herzinfarktes abgeleitet werden. Wird hierbei ein erhöhtes Risiko festgestellt, kann man durch eine gezielte medikamentöse Therapie dem Auftreten einer Erkrankung rechtzeitig entgegenwirken.

Die Quantifizierung des Koronarkalks durch das Herz-CT beschreibt damit direkt das Herzalter.

Beispiel einer nativen Herz-CT-Untersuchung zur Quantifizierung der Kalzifikationen der Koronararterien. Die gelb markierten Stellen repräsentieren die detektierten Verkalkungen der linken Koronararterie. Bei der Untersuchung handelte es sich um einen beschwerdefreien 55-jährigen Mann mit nur moderat erhöhten Bluttfettwerten. Bei Rückfragen zu dieser Untersuchung sprechen Sie mich gerne direkt an: t.henzler@diagnostik-muenchen.de

Detrano R et al., Coronary calcium as a predictor of coronary events in four racial or ethnic groups. N Engl J Med. 2008 Mar 27;358(13):1336-45.

Die Abbildung zeigt das nicht vorhandene Risiko von Personen ohne messbare Verkalkungen der Koronararterien (orange Linie) und dem ansteigenden Risiko in Abhängigkeit vom Ausmaß der gemessenen Kalzifikationen.

Arterien mit gesunder Ernährung in Schuss halten

Dr. med. Peter Ferenczy, Kardiologe der Diagnostik München, hat mit dem HARBOR Magazin darüber gesprochen, wie man seine Arterien, einschließlich Herz, pflegt.

Wer bislang gedacht hat, er ernähre sich fettarm und es erwarte ihn deshalb ein langes Leben, darf sich nun durch eine neue Megastudie eines Besseren belehren lassen. Besser Fette statt Kohlehydrate, stellte sie unter Beweis und Menschen die diesem Ratschlag folgen, hätten eine höhere Lebenserwartung. Wer hier besonders staunte, waren die Kardiologen. Bislang hieß es, fettarme Ernährung, ausreichend Bewegung und ein gemäßigtes Leben wirkten lebensverlängernd.

HARBOR Magazin: Sie müssten uns bitte zunächst die Fachbegriffe der Arterien-Erkrankungen erklären.

Dr. med. Peter Ferenczy (Kardiologe der Radiologie Diagnostik München): „Man nennt es „Atherosklerose“, wenn die Ablagerungen in den Arterien bereits teilweise verkalkt sind. Wenn die Anlagerungen nicht verkalkt sind, lautet der Fachbegriff „Atheromatose“, das ist ein aus Fettablagerungen bestehender, weicher Plaque, den man mit Medikamenten oder anhand der Ernährungsweise in seiner Dicke reduzieren kann. Bei der Atherosklerose handelt es sich hingegen nicht um Ablagerungen in der Arterie, sondern um eine Verdickung der Arterienwand. Bei einer Atherosklerose sind grundsätzlich alle Arterien des Körpers betroffen. Sie hat ihren Beginn, wenn man zur Welt kommt und die Erkrankung weitet sich im Laufe des Lebens aus. Wie schnell dieser Prozess von Statten
geht, hängt von diversen Faktoren ab, die das Fortschreiten zum Teil erheblich beeinflussen.“

HARBOR Magazin: Was sind das für Faktoren?

Dr. med. Peter Ferenczy (Kardiologe der Radiologie Diagnostik München): „Einer der relevantesten Faktoren ist der Cholesterinspiegel und zwar der des schlechten LDL-Cholesterin (low density lipoprotein).“

HARBOR Magazin: Wie halte ich diesen Cholesterinspiegel niedrig?

Dr. med. Peter Ferenczy (Kardiologe der Radiologie Diagnostik München): „Das ist zunächst einmal schwer zu sagen. Es gibt hier viele Methoden, wie zum Beispiel auf die Ernährung zu achten. Obwohl nun die neuesten Studien alles bisher Angenommene auf den Kopf stellen. Im Kongress der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft in Barcelona, Sommer 2017, wurde das Ergebnis der PURE-Studie veröffentlicht. Sie handelt davon, dass fettreiche Ernährung nicht unbedingt so schlecht ist, wie bislang angenommen.“

HARBOR Magazin: Und die Kardiologische Gesellschaft steht nun Kopf, weil sie immer proklamiert hat, man solle nichts Fettes essen, man müsse abnehmen und das Bauchfett sei schuld an Herzinfarkten?

Dr. med. Peter Ferenczy (Kardiologe der Radiologie Diagnostik München): „Beim Bauchfett gehe ich nach wie vor davon aus, dass es schlecht ist. Das vermehrte Fettgewebe im Bauchraum hat eine ganz andere Struktur als zum Beispiel das Fettgewebe unter der Haut. Dieses Fettgewebe ist hormonell sehr aktiv und wirkt auch sehr ungünstig zum Beispiel auf die Gerinnungs-Parameter des Blutes. Die Flusseigenschaften des Blutes werden verschlechtert und allein das kann schon gefährlich sein. Die Hormon-Produktion des Fettgewebes wirkt zudem sehr ungünstig auf den gesamten Stoffwechsel. Deswegen gilt, es dieses Fettgewebe im Bauchraum unbedingt im Zaum zu halten.“

HARBOR Magazin: Ließe es sich denn einfach absaugen?

Dr. med. Peter Ferenczy (Kardiologe der Radiologie Diagnostik München): „Nein. Es handelt sich dabei nicht um das Fettgewebe unter der Haut, sondern um das Fett im Bauchraum, das um die Organe gelagert ist. Da kann man nicht hin. Also nur Training oder Ausdauersport, gepaart mit bewusster Ernährung, schaffen hier Abhilfe. Wobei man im Moment nicht genau weiß, was die richtige Ernährung ist. Wenn jemand einen gestörten Fettstoffwechsel hat, kann der Körper mit Fetten, die man zu sich nimmt, gar nichts anfangen und setzt sie an. Fett wird also nicht verbrannt. Auch wenn jemand Hormonstörungen hat, kann er das Fett nicht verarbeiten. Ebenso beeinflusst die hormonelle Funktion der Schilddrüse sehr stark diesen Bereich. Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse kann man eigentlich gar nicht abnehmen. Denn dann ist der Stoffwechsel derart verlangsamt.“

HARBOR Magazin: Was hat die Studie noch gezeigt in Sachen Ernährung?

Dr. med. Peter Ferenczy (Kardiologe der Radiologie Diagnostik München): „Dass Kohlenhydratverzehr deutlich schlechter ist, als Fettverzehr. Nach dem Ergebnis der Studie beeinflusst ein erhöhter Fettverzehr die Sterblichkeit nicht ausgeprägt. Kohlenhydrate jedoch schon. Das Studienergebnis ist auch für mich etwas überraschend. Denn Kohlenhydrate sind bislang ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung. Früher sollte die Nahrung zu 50 Prozent aus Kohlehydraten bestehen.“

HARBOR Magazin: Von welchen Mengen an Kohlenhydraten sprechen wir hier nun und von welchen Kohlenhydraten?

Dr. med. Peter Ferenczy (Kardiologe der Radiologie Diagnostik München): „Welche Menge wird in der Studie nicht genannt. Die Leitlinien für Obst und Gemüse lagen bislang bei fünf 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag, sprich über 400 Gramm. So viel sollte man nicht unbedingt essen. Die neuesten Erkenntnisse empfehlen drei bis vier Portionen, also etwas weniger. Das beeinflusst den Stoffwechsel günstig. Jedoch wäre ich mit Obst, aufgrund des hohen Fruchtzuckergehaltes, eher zurückhaltend. Was man tatsächlich empfehlen kann, sind Beeren.“

HARBOR Magazin: Das heißt man sollte sich doch wieder an das Jäger- und Sammlerprinzip halten?

Dr. med. Peter Ferenczy (Kardiologe der Radiologie Diagnostik München):  „Wenn Sie dabei Fisch essen statt rotes Fleisch, dann ja. Rotes Fleisch hat nachgewiesen einen Zusammenhang mit Dickdarmkrebserkrankungen. Fisch ist also besser, die so genannte mediterrane Diät, mit Olivenöl und genügend Omega 3 Fettsäuren. Mit einem ausreichenden Omega 3 Konsum, durch zum Beispiel Fisch oder Medikamente, kann man den Cholesterinspiegel sehr gut absenken. Bei einem Mangelzustand an Omega 3 empfehle ich 1000 mg pro Tag. Also Fisch, Salat und Gemüse aber möglichst roh und nicht gekocht sind am besten.“

HARBOR Magazin: Wie kommt es denn dazu, dass sich bei einem Menschen die Arterienwand verdickt und beim anderen nicht?

Dr. med. Peter Ferenczy (Kardiologe der Radiologie Diagnostik München): „Hierbei spielen natürlich auch viele genetische Faktoren eine Rolle. Wir sehen öfters, dass auch ganz schlanke Menschen, ohne Übergewicht und ohne auffällige Laborwerte, schon eine ausgeprägte Atherosklerose besitzen. In diesem Fall gehen wir meistens von einer genetischen Prädisposition aus. Zudem lassen wir hier ein Lipidparameter bestimmen. Lipoprotein A und Triglyceride spielen neben dem Cholesterinspiegel eine wichtige Rolle im Prozess der Atherosklerose. Wobei ich sagen muss, dass der Zusammenhang noch nicht 100 prozentig nachgewiesen ist. Dennoch empfehle ich bei einem hohen Lipoprotein A Spiegel schnellst möglich Vorbeugungsmaßnahmen zu ergreifen, auf die Ernährung zu achten.

Eine häufige Ursache der Atherosklerose ist auch ein niedriger HDL Spiegel. HDL ist das Schutzcholesterin, also das gute Cholesterin. Es muss eine bestimme Höhe erreichen damit eine günstige Wirkung erzielt werden kann. HDL High-Density-Lipoprotein-Cholesterin bringt das Cholesterin von den Arterienwänden weg hin zur Leber, wo dieses dann verarbeitet werden kann. Wenn der HDL Cholesterinspiegel zu niedrig ist, dann bleiben die Plaques in den Arterien und im Falle einer Progression und wenn die Plaques eine be-stimme Größe erreichen, wird es sehr gefährlich. Sie können von selbst zerrissen werden, sie platzen. In diesem Fall aktivieren sich sofort bestimmte Blutzellen und verursachen an dieser Stelle ein Blutgerinnsel. Das passiert sehr schnell.“

HARBOR Magazin: Wie schnell?

Dr. med. Peter Ferenczy (Kardiologe der Radiologie Diagnostik München): „In Sekunden. Das Volumen wird sofort verstopft und die nachfolgenden Organe werden nicht mehr mit Blut versorgt. Im Herzen entsteht so eine Herzinfarkt. Wenn die Herzkranz-Arterien plötzlich verstopft werden, benötigt man sofort eine Notarztversorgung.“

Lesen Sie das gesamte Interview hier nach.

Prof. Dr. Lars Grenacher von FOCUS empfohlen

Prof. Dr. Lars Grenacher erhält  von der FOCUS Redaktion Gesundheit ein FOCUS-Siegel.

Das Empfehlungssiegel wird vom FOCUS-Magazin bereits seit fast 25 Jahren verliehen. Hierbei spielen unter anderem Kriterien wie Berufserfahrung, Kollegenempfehlung, Qualitätsmanagement, Praxisausstattung und Patientenzufriedenheit eine Rolle.

Prof. Dr. Grenacher, Geschäftsführer, Ärztlicher Direktor und Facharzt für Radiologie ist Spezialist für die onkologische und abdominelle Radiologie, Hepato-pankreatiko-biliäre Bildgebung, oberer Gastrointestinaltrakt und interventionelle Radiologie.

Nähere Informationen zum FOCUS-Siegel finden Sie hier.

Prof. Dr. Grenacher Focus Siegel

10 Expertentipps für ein langes und gesundes Leben

Wir alle wollen ein langes Leben führen. Der medizinische Fortschritt hat dafür gesorgt, dass die Lebenserwartung stetig steigt – in den vergangenen fünfzig Jahren gar um mehr als zehn Jahre in Deutschland! Doch möglichst lange auf der Erde bei unseren Lieben zu sein, ist nicht genug. Damit wir die Zeit wirklich genießen können, wollen wir auch gesund sein. Auch ein Besuch der Radiologie kann dazu beitragen. Moderne bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) und die Comptertomographie (CT) können kritische Veränderungen früh erfassen.

Prof. Dr. Lars Grenacher, Dr. Axel Wagenmann

Prof. Dr. Lars Grenacher, Facharzt für Radiologie und ärztlicher Direktor der Diagnostik München, hat zehn Tipps für ein langes und gesundes Leben:

1. Ernährung

Über die Nahrungsaufnahmen führen wir unserem Körper nicht nur Energie zu. Manche Nahrungsmittel haben einen nachweislich negativen Effekt auf unsere Gesundheit. Dazu zählen tierische Fette. Eine sehr fetthaltige Ernährung wurde beispielsweise als ein Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs identifiziert. Werden Pankreas-Tumore nicht schon im Frühstadium erkannt, stehen die Heilungschancen oft schlecht. Mittels einer Magnetresonanztomographie (MRT) des Pankreas können bereits kleinste Veränderungen erkannt werden.

Auch Nitrate stehen im Verdacht, Krebs zu begünstigen. Auch hier gilt es, den Konsum weitestgehend einzuschränken. Eine sehr salzhaltige und fettige Ernährung kann auch zu Bluthochdruck führen. Es gilt also: Genießen sie rotes Fleisch, Milchprodukte und nitrathaltige Produkte nur in Maßen und setzen Sie auf eine ausgewogene Diät mit Gemüse und Fisch.

2. Vorsorgeuntersuchungen

Die Brustkrebsvorsorge mittels einer Mammographie ist für alle Frauen ab 50 Jahren zu empfehlen. Gibt es eine familiäre Vorbelastung, sollte sie auch schon früher regelmäßig durchgeführt werden.
Für Männer ab einem Alter von 45 Jahren besteht ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) der Prostata ist ein schmerz- und strahlungsfreies Verfahren, das bereits kleinste Veränderungen zuverlässig erkennt. Auch hier gilt: Sind Fälle von Prostatakrebs in der Familie bekannt, sollten auch jüngere Männer Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen.
Als weitere Präventionsuntersuchung empfiehlt Prof. Dr. Lars Grenacher die CT-Koloskopie, die Männer und Frauen ab 50 Jahren zur Darmkrebsvorsorge durchführen sollten.
Die Möglichkeit eines regelmäßigen Hautkrebsscreenings sollte ebenfalls wahrgenommen werden.

3. Körperpflege

Immer bessere hygienische Standards und der medizinische Fortschritt haben dazu beigetragen, dass wir heute ein langes, gesundes Leben führen können. Dennoch: Man sollte es mit der Hygiene nicht übertreiben. Wer den Körper zu stark mit aggressiven Mitteln reinigt, schadet der Haut mehr als dass er ihr hilft. Denn wenn wir in einer sterilen Umgebung leben, fehlt unserem Immunsystem das Training. Übrigens: Nicht alle Bakterien sind schlecht – viele davon verrichten einen wichtigen Dienst in unserem Körper.

Besondere Sorgfalt ist hingegen bei der Zahnpflege geboten. Verschiedene Krankheiten können ihre Ursache bei den Zähnen haben. So kann Bluthochdruck beispielsweise auf Zahnfleischentzündungen zurückgeführt werden. Daher: Zwei Mal täglich putzen und die Zwischenräume mit Zahnseide reinigen.

4. Positive Lebenseinstellung

Es klingt vielleicht esoterisch: In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist. An dieser alten Weisheit ist aber durchaus etwas dran und sie gilt auch umgekehrt: Wer sich viele Sorgen macht, gestresst ist und negativ denkt, schadet damit langfristig seiner Gesundheit. Allein eine positive Einstellung kann Stress erheblich reduzieren. Stress kann wiederum zu Burnout führen. Hier gilt es, auf Signale wie Persönlichkeitsänderungen zu achten und mit sportlicher Betätigung für Ausgleich zu sorgen.

5. Körpersignale ernst nehmen

Nicht jeder Husten ist Grund zur Sorge. Dennoch gilt es, immer auf sich zu achten und Körpersignale ernst zu nehmen, wenn sie über einen längeren Zeitraum bestehen. Wenn Wunden nicht abheilen, Lymphknoten geschwollen sind, obwohl keine Erkältungssymptome vorliegen oder ein Husten auch nach drei Wochen nicht abklingt, sollten Sie zur Abklärung einen Arzt aufsuchen. Weitere Signale, auf die Sie achten sollten: Starker Gewichtsverlust, verminderte Leistungsfähigkeit, Appetitlosigkeit, ein länger anhaltendes Druck- oder Völlegefühl im Bauch sowie Veränderungen an Muttermalen. Viele diese Körpersignale können mit einem Besuch der Radiologie abgeklärt werden, beispielsweise durch eine Magnetresonanztomographie der entsprechenden Körperregionen.

6. Atmung

Sauerstoff ist die Energie des Lebens. Doch viele Menschen atmen im stressigen Arbeitsalltag nicht richtig. Beim Atmen wird Sauerstoff in jede Zelle Ihres Körpers befördert und Kohlendioxid abgegeben. Wer richtig atmet, hat mehr Energie und fühlt sich weniger gestresst. Doch wie atmen Sie richtig? Machen Sie den Test: Legen Sie sich auf den Rücken und platzieren Sie ein Buch auf Ihrem Bauch. Hebt sich das Buch beim einatmen? Wenn nicht, atmen Sie falsch. Merke: Richtig atmen heißt in den Bauch atmen.

7. Erektionsstörungen ernst nehmen

4,5 Millionen Männer zwischen 30 und 80 Jahren klagen über Erektionsstörungen in Deutschland. Verstopfte Penisgefäße können ein Hinweis auf verstopfte Herzgefäße sein. Diese können wiederum zu Schlag- und Herzanfällen führen. Auch hier kann ein Besuch der Radiologie Klarheit verschaffen, zum Beispiel durch eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Schädels oder der Nierenaterien.

8. Haut schützen

Die Hautkrebsrate steigt stetig. Veränderungen an Muttermalen sollten daher von einem Arzt abgeklärt werden. Vorbeugung ist natürlich die beste Medizin: Nutzen Sie Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und setzen Sie sich nicht über längere Zeit direkter Sonneneinstrahlung aus. Den besten Schutz vor UV-Strahlung bietet immer noch Kleidung. Hüte und Sonnenbrillen schützen das Gesicht. Vorsicht ist nicht nur im Sommer geboten. Auch in Winter ist auf Schutz zu achten – besonders in Höhenlagen!

9. Bluthochdruck vermeiden

Fast jeder zweite Deutsche leidet an Bluthochdruck. Vielen ist das nicht bewusst. Daher gilt es, den Bluthochdruck in regelmäßigen Abständen zu prüfen – viele Hausärzte machen das routinemäßig. Unbehandelt kann Bluthochdruck zu einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall führen. Zur Abklärung können eine Magnetresonanztomographie des Schädels oder eine Angio- Magnetresonanztomographie durchgeführt werden.

10. Aktiv sein

Körper und Geist brauchen Stimulation, um auch im Alter noch fit zu sein. Wer im Alter noch aktiv am Leben teilnehmen möchte, sollte für ausreichend Bewegung sorgen. Das gilt auch für unsere grauen Zellen. Wer den Austausch mit anderen sucht und neuen Erfahrungen gegenüber offen ist, gibt dem Gehirn neue Reize, die es aktiv halten. Auch ein regelmäßiges Training wie beispielsweise Gedächtnisübungen können die Leistungsfähigkeit im Alter erhalten und somit Erscheinungen wie Demenz entgegenwirken.

Neurodegenerative Erkrankungen können durch einen Besuch der Radiologie übrigens frühzeitig erkannt werden. Eine Magnetresonanztomographie (MRT) zur Hirnvolumenmessung kann Multiple Sklerose (MS), Morbus Alzheimer oder frontotemporale Demenz schon im Frühstadium erfasst werden. Durch eine frühe Diagnose lässt sich mit geeigneten therapeutischen Maßnahmen der Krankheitsverlauf hinauszögern und die Lebensqualität erhalten.

Diagnostik München auf der ArabHealth


V. l. n. r.: George Kipiani, Dr. Sabine Prillmann (Schwabing Ortho), Salah Atamna (Europe Health) und Christine Staudigel

Die Diagnostik München (DKM) hat sich auch in diesem Jahr auf der Arab Health in Dubai präsentiert, einer der größten Gesundheitsmessen der Welt. Die kaufmännische Geschäftsführerin der DKM Christine Staudigel (auf dem Bild rechts) und George Kipiani vom International Department (links) trafen am Stand unter anderem Salah Atamna, den Gründer von EuropeHealth, einer der wichtigsten Agenturen für die Vermittlung von arabischen Medizintouristen nach Deutschland (Mitte). Mehr als 2000 Medizintouristen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten besuchen pro Jahr medizinische Einrichtungen in Bayern. Die Diagnostik München ist dabei insbesondere im Bereich Prävention eine begehrte Adresse.

Scheckübergabe in der Diagnostik München

Scheckübergabe in der Diagnostik München

Das Radiologienetz Deutschland hat in diesem Jahr 12.000 Euro an die HORIZONT Jutta-Speidel-Stiftung gespendet. Professor Dr. Lars Grenacher, Ärztlicher Direktor und Vorsitzender der Geschäftsführung der Diagnostik München, übergab die Spende heute an die Schauspielerin und Stiftungsgründerin Jutta Speidel. Das Geld ist eine gemeinsame Spende der 100 Praxen im Radiologienetz Deutschland. Von der Diagnostik München stammt die größte Einzelspende.

Vor knapp 20 Jahren hat Jutta Speidel eine gemeinnützige Initiative gegründet, die obdachlose Kinder und Mütter unterstützt. Die Initiative HORIZONT Jutta-Speidel-Stiftung plant nun den Bau eines zweiten Hauses im Domagkpark in München, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Dieses Projekt wollen die Praxen im Radiologienetz unterstützen.

Ganz-muenchen.de hat ein Video zu der Spendenübergabe gemacht..